Pasta selber machen klingt kompliziert? Ist es aber nicht. Du brauchst nur zwei Zutaten: Mehl und Eier. Mehr nicht. Kein Salz, kein Öl, keine Spezialzutaten. Das Beste daran: Du kannst den Teig mit oder ohne Nudelmaschine verarbeiten – und daraus ganz verschiedene Pastaformen herstellen. Zum Beispiel Tagliatelle, Farfalle, Lasagneblätter oder Ravioli. Hier zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du den Teig machst und was du bei den verschiedenen Varianten beachten kannst. Einfach, gelingsicher und richtig lecker.
Zutaten für den Pasta-Teig
Das Grundrezept ist simpel und lässt sich gut merken:
100 g Mehl + 1 Ei = 1 Portion Pasta
Für zwei Personen nehmen wir also:
- 200 g Mehl
- 2 Eier
Welche Mehlsorte verwenden?
Du kannst ganz normales Weissmehl (Weichweizen) verwenden – oder Pastamehl aus Hartweizen (z. B. Hartweizengriess oder Hartweizendunst). Beide Varianten funktionieren gut. Du kannst sie auch mischen oder etwas Hartweizengriess zum Weizenmehl dazugeben – je nach gewünschter Bissfestigkeit.
So machst du den Teig
- Mulde formen: Das Mehl auf die Arbeitsfläche geben und in der Mitte eine Mulde formen. Die Eier hinein schlagen.
- Verquirlen: Mit einer Gabel die Eier in der Mulde verquirlen und dabei nach und nach Mehl vom Rand einarbeiten.
- Kneten: Wenn es zu dick für die Gabel wird, mit den Händen weiterkneten. Der Teig soll kompakt und elastisch sein – nicht zu weich, aber auch nicht bröselig.
- Alternativ: Küchenmaschine: Du kannst den Teig auch mit der Küchenmaschine und dem Knethaken machen. Das spart Kraft – gerade bei grösseren Mengen.
- Teig ruhen lassen: Damit sich der Teig besser verarbeiten lässt, muss er ruhen. So entspannt sich das Klebereiweiss im Mehl und der Teig wird geschmeidiger. In Frischhaltefolie einwickeln oder in einer Schüssel abdecken. 30–60 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
> Tipp: Wenn der Teig zu klebrig ist, etwas Mehl zugeben. Ist er zu trocken, hilft ein kleiner Spritzer Wasser.
Pasta ausrollen
Nach dem Ruhen wird der Teig verarbeitet. Wir schneiden ihn in zwei Portionen und lassen die zweite Hälfte zugedeckt, damit sie nicht austrocknet.
Mit der Nudelmaschine:
- Mit der dicksten Stufe beginnen.
- Den Teig mehrmals falten und erneut durchdrehen (für gleichmässige Struktur)
- Dann nach und nach dünner walzen – z. B. bis Stufe 6, 7 oder 8.
- Wenn der Teig zu lang wird, einfach halbieren.
Ohne Maschine (von Hand):
- Mit dem Wallholz gleichmässig dünn ausrollen.
- Der Teig darf dabei nicht kleben – also zwischendurch leicht bemehlen.
> Tipp: Für Tagliatelle brauchst du eine mittlere Dicke. Für Farfalle etwas dünner, weil sie in der Mitte gefaltet werden.
*Affiliate Links:
→ Unsere Nudelmaschine inkl. Aufsatz für Ravioli und Spaghetti: https://amzn.to/46mj8j1 *
→ Unsere Nudelmaschine ohne Aufsatz für Ravioli und Spaghetti: https://amzn.to/47EGUce *
Nudeln schneiden & formen
Variante 1: Tagliatelle
a) Mit Maschine:
- Den Aufsatz für Tagliatelle anbringen und den Teig durchdrehen.
- Die Streifen leicht bemehlen und zu kleinen Nestern formen.
b) Von Hand:
- Den Teig bestäuben.
- Von beiden Seiten bis zur Mitte falten.
- Mit einem Messer in gleichmässige Streifen schneiden.
- Mit einem Holzspiess oder einer Kelle in der Mitte anheben – die Streifen entrollen sich fast von selbst.





Variante 2: Farfalle
- Den Teig besonders dünn ausrollen (Stufe 8).
- Rechtecke zuschneiden (mit Messer oder Teigrädchen).
- In der Mitte zusammendrücken – fertig ist die Farfalle.
>Tipp: Wenn’s auf dem Brett nicht klappt, kannst du die Nudeln auch in der Hand formen. Die typische Form entsteht, wenn oben, Mitte und unten leicht nach oben zeigen.



Pasta trocknen & aufbewahren
Wenn du nicht alles sofort kochen willst, kannst du die Pasta trocknen:
- Auf ein bemehltes Brett oder Tuch legen.
- 1–2 Tage bei Raumtemperatur trocknen lassen.
- In Gläser oder Dosen abfüllen – hält mehrere Monate.
- Du wirst merken: Der Teig aus Hartweizen bleibt gelb, der aus Haushaltsmehl ist blasser. Beide schmecken toll – sehen einfach unterschiedlich aus und schmecken leicht anders.
Kochen & geniessen
- Frische Pasta braucht nur 2–3 Minuten in kochendem Salzwasser.
- Dann abgiessen, mit etwas Olivenöl oder Parmesan servieren – oder mit einer feinen Sauce wie Bolognese oder Pesto.
- Einfach, frisch und richtig gut.
Pasta selber machen ist kein Hexenwerk – im Gegenteil. Du brauchst nur zwei Zutaten, ein bisschen Zeit und Lust auf gutes Essen. Ob mit oder ohne Nudelmaschine: Das Grundrezept funktioniert immer. Und du kannst daraus unendlich viele Varianten machen – von einfachen Bandnudeln bis hin zu Farfalle, Lasagneblättern oder gefüllter Pasta.
Probier’s aus – es lohnt sich.
💛 Du magst, was wir tun?
Unsere Inhalte sind unabhängig, mit Herzblut produziert – und kostenlos für alle. Wenn du uns unterstützen möchtest, freuen wir uns über einen freiwilligen Beitrag.
Jetzt unterstützen