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Einfaches Weihnachtsstollen-Rezept (mit Quark, ohne Hefe)

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So einfach. So gut. So stollig.

Unser Quarkstollen kommt ganz ohne Hefe aus – das heisst für dich: kein Warten, kein Gehenlassen, kein stundenlanges Vorbereiten. Alle Zutaten auf einmal in die Schüssel, durchkneten, formen, backen – fertig.

Und das Beste: Du kannst ihn direkt nach dem Auskühlen anschneiden und geniessen. Also kein Durchziehen nötig!
Oder – ganz wie früher bei Nadias Mama – liebevoll einpacken und bis Weihnachten aufbewahren. Denn auch ohne Hefe wird er von Tag zu Tag aromatischer und hält etwa 4 Wochen.

Hier findest du das vollständige Rezept, mit allen Tipps zum Formen, Bestreichen und Lagern.
Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie der Stollen gelingt – selbst wenn du zum ersten Mal einen backst. Versprochen.

Warum wir diesen Stollen lieben

    • Kein Warten: Der Teig kommt ohne Hefe aus – du kannst den Stollen sofort nach dem Abkühlen geniessen.
    • Leicht & Saftig: Dank Quark wird der Teig lockerer.
    • Keine Küchenakrobatik: Alle Zutaten kommen auf einmal in die Schüssel.
    • Unkompliziert & wandelbar: Rosinen, Nüsse oder kandierte Früchte? Nimm, was du magst.
    • 2 Stollen auf einen Streich: Einer zum Verschenken, einer zum gleich selber essen.
    • Schmeckt wie bei Mama: Nur eben jetzt selbstgemacht.

Zutaten für 2 Stollen

    • 500 g Mehl
    • 1 Päckchen Backpulver
    • 200 g Zucker
    • 1 Päckchen Vanillezucker
    • 2 Eier
    • 180 g zimmerwarme Butter
    • 250 g Magerquark
    • 3 EL Rum (optional)
    • 100 g Rosinen
    • 100 g gehackte Nüsse (wir nehmen Baumnüsse)
    • 100 g kandierte Früchte (wir haben 50 g Orangeat und 50 g Zitronat verwendet)

Für die Versiegelung:

    • 50 g Butter, geschmolzen
    • 100 g Puderzucker + 1 Päckchen Vanillezucker mischen

So geht’s:

    • Alles in eine Schüssel geben.
      Mehl, Backpulver, Zucker, Vanillezucker, Eier, Butter, Quark, Rum, Rosinen, Nüsse und kandierte Früchte – alles auf einmal. Das ist kein Trick, das ist einfach effizient.

    • Kneten.
      Mit der Küchenmaschine oder von Hand zu einem homogenen Teig verarbeiten. Wenn du magst, kannst du Rosinen oder kandierte Früchte vorher in Rum einlegen. Muss aber nicht sein.

Stollen formen. Eine Wissenschaft für sich.

Wenn du das erste Mal einen Stollen formst, fühl dich bitte nicht schlecht, wenn du kurz dastehst wie Michelangelo mit einem Klumpen Ton.
Stollen formen ist nämlich fast schon eine kleine Wissenschaft – und es gibt unzählige Meinungen dazu, was «richtig» ist. Wir sagen: Hauptsache, er schmeckt. Und schaut am Ende einigermassen nach Stollen aus.Trotzdem: Hier zeigen wir dir zwei einfache Methoden, mit denen’s klappt – versprochen.

• VARIANTE 1: KLASSISCH MIT EINBUCHTUNG UND ÜBERSCHLAG

    1. Teig halbieren – du bekommst zwei schöne Stollen.

    2. Ein Teigstück auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche legen und länglich formen.

    3. Jetzt das Nudelholz längs in die Mitte drücken und nur die obere Hälfte etwas flach rollen – nicht bis ganz zum Rand. Du willst eine abgeflachte Fläche oben, aber unten bleibt der Teig dicker.

    4. In die untere dickere Hälfte drückst du mit  der Handkante eine kleine Mulde – das wird die «Faltkante».

    5. Dann klappst du den oberen flachen Teil sanft über diese Mulde, sodass der klassische Stollen-Look entsteht.

    6. Die Kanten leicht andrücken, nicht zu fest – der Teig darf lebendig bleiben.

→ Diese Methode ergibt die traditionelle Stollenform mit dem typischen «Kragen».

Links: Variante 1 - Rechts: Variante 2

• VARIANTE 2: GANZ EINFACH & PRAGMATISCH (Funktioniert immer – auch ohne Stollen-Doktorat)

    1. Teig wiederum halbieren (für 2 Stollen) und ebenfalls  länglich formen.

    2. Nun den ganzen Teig leicht auswallen – gleichmässig über die ganze Länge.

    3. Dann die obere Seite nach unten klappen, aber nicht ganz bis zum Rand – etwa vier Fünftel überlappend.

    4. Leicht andrücken, fertig.

→ Diese Methode braucht kein Fachwissen – nur Hände und etwas Fingerspitzengefühl. Und das Resultat? Sieht auch herrlich aus – vor allem nach dem Backen, mit Butter und Puderzucker.

Variante 1 nach dem Backen
    • Backen.
      Ab aufs Backblech (mit Backpapier), in den auf 180 °C vorgeheizten Ofen, mittlere Schiene. Ca. 40 Minuten backen. Ab 30 Minuten ein Auge drauf haben – jeder Ofen ist anders.

    • Versiegeln.
      Noch heiss mit geschmolzener Butter bepinseln, rundherum. Dann mit dem Puderzucker-Vanillezucker-Mix bestreuen. So bleibt er saftig – und sieht herrlich festlich aus.

Sofort geniessen oder gut aufbewahren?

Das Schönste an diesem Quarkstollen: Du musst ihn nicht wochenlang lagern. Du kannst aber. Eingepackt in Alufolie und kühl & trocken gelagert, hält er sich gut 4 Wochen. Bei uns ist es meistens so: Einer wird sofort angeschnitten, mit Tee und leuchtenden Augen. Der zweite? Kommt später zum Zug – oder wird verschenkt. Wenn er es bis dahin überlebt.

Ofenfrisches Wissen zum Angeben

    • Christstollen stammt ursprünglich aus Sachsen – genauer: aus Dresden. Schon im 15. Jahrhundert gab es dort Stollen, die als Fastengebäck galten. Mit Butter wurde erst später gebacken – nach einem päpstlichen Buttererlass!

    • Die typische Form des Stollens soll an das in Windeln gewickelte Christkind erinnern. Deshalb auch der Puderzucker obendrauf.

    • Das Wort «Stollen» kommt vom mittelhochdeutschen stolle, was so viel wie «Stützbalken» bedeutet. Könnte aber auch am Teigklotz liegen, den man da aufs Blech wuchtet.

    • Zitronat und Orangeat: entweder du liebst sie – oder du fischst sie raus. Ein Mittelweg scheint nicht vorgesehen zu sein.

    • Quarkstollen ist die pragmatische Schwester des klassischen Hefestollens: kein Warten, keine Ruhezeiten – aber genauso saftig und aromatisch. Und: er darf sofort angeschnitten werden. Jackpot!

Und jetzt? Einfach geniessen.

Egal, ob du den Quarkstollen direkt anschneidest oder ihm ein paar Tage Ruhe gönnst – wir finden, er schmeckt immer nach Zuhause, nach Geborgenheit. Nach Advent. Nach einer Küche, die nach Butter, Vanille und Kindheit duftet.

Back ihn für dich. Oder für jemanden, den du gern hast. Verpack ihn liebevoll, gib eine handgeschriebene Karte dazu, vielleicht sogar ein paar schöne Worte auf einem Zettel. Denn manchmal sind es die einfachsten Dinge, die am meisten Freude schenken.

Und wie immer gilt: Wenn du ihn nachbackst – verrate uns unbedingt in den Kommentaren, wie er bei dir gelungen ist. Wir freuen uns riesig, von dir zu lesen.

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