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Schoko-Salami – einfache Resteverwertung für Schokolade, Guetzli & Backzutaten

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Nach den Festtagen bleiben oft kleine Schätze in der Küche zurück: angebrochene Schokoladen, ein paar Weihnachtsguetzli, Nüsse vom Backen oder kandierte Früchte, die niemand mehr so recht verwenden mag. Genau dafür ist dieses Rezept perfekt. Die Schokoladen-Salami ist schnell gemacht, braucht keinen Backofen und ist unglaublich vielseitig. Alles, was du tun musst: schmelzen, mischen, formen und kühlen.

Das Rezept eignet sich auch prima für Anfänger:innen, weil nichts heikel ist und du sehr flexibel mit den Zutaten umgehen kannst. Vor Weihnachten lassen sich Backzutaten aufbrauchen, nach Weihnachten Guetzli- und Schokoladenreste. Und ganz nebenbei entsteht ein feines Dessert, ein Mitbringsel oder ein kleines Geschenk aus der Küche.

Das einfache Basisrezept

Die Schokoladen-Salami funktioniert nach einem sehr unkomplizierten Prinzip:

Grundverhältnis:

    • 100 g Schokolade
    • 50 g Butter
    • ca. 200 g feste Zutaten

Die festen Zutaten sind alles, was Biss gibt – zum Beispiel Guetzli, Nüsse, Trockenfrüchte oder kandierte Früchte. Ganz typisch wären auch Butterkekse. Du kannst dieses Verhältnis problemlos anpassen. Etwas mehr oder weniger ist überhaupt kein Problem.

Wir zeigen wir dir zwei konkrete Varianten, die direkt aus unserer eigenen Küche stammen:
Für die erste Salami verwenden wir Lebkuchen und Haselnüsse. Für die zweite Variante Pistazien und Plätzchen aus dem Airfryer sowie Reste von unserem Weihnachtsstollen mit Orangeat, ergänzt mit Nüssen. Und schwarze Schokolade von unseren Brunsli. So siehst du ganz konkret, wie einfach sich vorhandene Backwaren weiterverarbeiten lassen – ohne neu einkaufen zu müssen.

Variante 1: Milchschokolade, Lebkuchen & Haselnüsse

Zutaten:

    • 100 g Milchschokolade (z. B. ein Schoko-Nikolaus, Schokostern, angebrochene Tafel Milchschokolade)
    • 50 g Butter
    • 1 Lebkuchen (ca. 80 g)
    • 120 g  Haselnüsse
    • ½ TL Zimt
    • Backpapier
    • Puderzucker & Küchengarn* für das Finish (z.B. https://amzlink.to/az0QMCH6cXfDt / Affiliate Link*)

Zubereitung:

    1. Schokolade in Stücke brechen und zusammen mit der Butter in eine hitzebeständige Schüssel geben.
    2. Über dem Wasserbad langsam schmelzen. Zwischendurch umrühren und den Topf bei Bedarf kurz anheben, damit die Schokolade nicht zu heiss wird.
    3. Sobald fast alles geschmolzen ist, die Schüssel vom Wasserbad nehmen – die Restwärme reicht aus.
    4. Lebkuchen mit dem Messer grob zerkleinern, Haselnüsse ebenfalls hacken.
    5. Lebkuchen, Haselnüsse und etwas Zimt zur Schokoladenmasse geben und alles gut vermischen.
    6. Die Masse länglich auf ein Stück Backpapier geben und mithilfe des Papiers zu einer Rolle formen.
    7. Die Enden zusammendrehen, sodass eine Salami-Form entsteht.
    8. Mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank fest werden lassen.

Variante 2: Zartbitterschokolade, Guetzli & Orangeat

Zutaten:

    • 100 g Zartbitterschokolade
    • 50 g Butter
    • 70 g Guetzli-Reste (Weihnachtsplätzchen)
    • 50 g Orangeat (z. B. vom Stollen)
    • 10 g Pistazien
    • 70 g Mandeln
    • Etwas Vanillepaste
    • Backpapier
    • Puderzucker & Küchengarn

Zubereitung:

    1. Schokolade und Butter wie bei der ersten Variante über dem Wasserbad schmelzen.
    2. Plätzchen grob zerbrechen, Pistazien und Mandeln hacken.
    3. Alle festen Zutaten zur Schokolade geben, Vanillepaste unterrühren.
    4. Die Masse auf Backpapier geben und zu einer Rolle formen.
    5. Im Kühlschrank mehrere Stunden fest werden lassen.

→ Tipp: Du kannst problemlos die doppelte oder dreifache Menge auf einmal zubereiten – entweder als grosse Salami oder mehrere klein

Das Finish: So bekommt die Schokoladen-Salami ihren typischen Look

Sobald die Schokoladen-Salami gut durchgekühlt ist, wird sie ausgepackt. Für die klassische Salami-Optik:

    • Puderzucker darüberstreuen und mit den Händen leicht einreiben, damit die Oberfläche schön «mehlig» aussieht. Das geht am besten mit Einweghandschuhen.
    • Salami binden: (Tipp: im Video siehst du die einzelnen Schritte ganz genau)
      • Ein langes Stück Küchengarn um die Salami legen, oben zweimal verschlingen und verknoten.
      • Das lange Garnende über den Anfang der Salami ziehen und die Salami einmal drehen.
      • Das Garn rund um die Salami führen.
      • In gleichmässigen Abständen das Garn jeweils um die Salami und um das Garn legen, bis du am Ende bist.
      • Auf der Rückseite das Garn unter den Schlaufen durchziehen.
      • Anfang und Ende verknoten – fertig.

So erhält die Schokoladen-Salami ganz einfach den typischen Look – ohne komplizierte Technik, aber mit viel Wirkung.

Haltbarkeit & Verwendung

Im Kühlschrank hält sich die Schokoladen-Salami mindestens zwei Wochen. Am besten in Backpapier eingewickelt oder in einer Tupperdose aufbewahren. Zum Servieren einfach in Scheiben schneiden.

Sie passt wunderbar zu Kaffee, als Dessert, auf ein Buffet oder als kleines selbst gemachtes Geschenk.

Das Rezept lädt zum Kombinieren ein und funktioniert jedes Mal ein bisschen anders – je nachdem, was gerade da ist. So entsteht nicht nur weniger Food Waste, sondern auch immer wieder eine neue Variante, die Freude macht. Eine unkomplizierte Art, Reste wertzuschätzen und gleichzeitig etwas Feines zu geniessen.

Resteverwertung, die Freude macht

Vielleicht ist dieses Rezept genau deshalb so passend für diese Zeit: Es nimmt das, was übrig ist, und macht etwas Gutes daraus. Ohne Druck, ohne Perfektion. Einfach Schritt für Schritt. Ohne grossen Aufwand entsteht daraus etwas Neues, das Freude macht und Ressourcen schont.

Für die Weihnachtstage wünschen wir dir Zeit mit Menschen, die dir nah sind, gute Gespräche, gemeinsames Essen und Momente, die bleiben dürfen. Und dass zwischen all dem Platz ist für Ruhe, Leichtigkeit und einen guten Start ins neue Jahr.

Alles Liebe,
Ina & Nadia

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