Wenn es draussen richtig kalt ist und die Landschaft in Schnee eingepackt daliegt, entstehen die schönsten Ideen oft ganz von selbst.
Eislaternen gehören genau dazu: einfache Windlichter aus gefrorenem Wasser, die mit einer Kerze oder einem LED-Licht von innen leuchten. Sie sehen aus wie aus Glas – sind aber komplett aus Eis. Das Beste daran: Du brauchst kaum Material, keine speziellen Werkzeuge und auch keine Bastelkenntnisse. Ein paar Gefässe, Wasser und frostige Temperaturen reichen aus. Über Nacht verwandelt sich das Wasser in Eis – und am nächsten Tag stehen dir deine ganz eigenen Eislichter zur Verfügung.
Hier zeigen wir dir drei einfache Varianten, die du direkt nachmachen kannst.
Variante 1: Die klassische Eisschale
Diese Version ist die bekannteste und gleichzeitig eine der schönsten.
Das brauchst du
1 grosse Schüssel
1 kleinere Schüssel
Klebeband
Steine oder Gewichte
Einen Lappen
Wasser
So geht’s
Die kleine Schüssel mit zwei Klebebandstreifen mittig in der grossen Schüssel fixieren. Rundherum sollte gleich viel Platz bleiben.
Den Zwischenraum mit Leitungswasser füllen, oben ein paar Zentimeter frei lassen.
Damit die kleine Schüssel nicht aufschwimmt, einen Lappen hineinlegen und mit Steinen beschweren. Die Schüssel soll eintauchen, aber nicht den Boden berühren.
Alles über Nacht nach draussen stellen. Ideal sind Temperaturen unter –5 °C.
Am nächsten Morgen Steine, Lappen und Klebeband entfernen.
Die kleine Schüssel vorsichtig lösen – falls nötig mit etwas warmem Wasser.
Restwasser ausgiessen, dann auch die grosse Schüssel mit warmem Wasser anlösen und die Eislaterne herausnehmen.
Nun einfach wieder nach draussen stellen, ein Teelicht hineinstellen – fertig ist dein erstes Eislicht.
Variante 2: Eislaterne mit Naturmaterialien
Diese Variante ist ideal, wenn du es etwas dekorativer möchtest.
Das brauchst du
Eine grosse Dose oder Schale
Einen kleinen Becher oder Behälter
Klebeband
Steine
Wasser
Tannenzweige, Beerenzweige oder andere Naturmaterialien
So geht’s
Den kleinen Behälter mittig in die grosse Form kleben.
Zweige oder Beeren rundherum in die Form legen.
Mit Wasser auffüllen.
Den kleinen Behälter wieder mit Steinen beschweren.
Über Nacht nach draussen stellen.
Am nächsten Tag Klebeband, Steine und den inneren Behälter lösen (mit etwas warmem Wasser).
Die Eislaterne vorsichtig aus der Form nehmen.
→ Die eingefrorenen Naturmaterialien sorgen für wunderschöne Muster im Eis.
Variante 3: Die leuchtende Eiskugel
Diese Version entsteht aus einem Luftballon und wirkt besonders magisch im Dunkeln.
Das brauchst du
Einen Luftballon
Wasser
Schere
LED-Licht oder LED-Teelicht
So geht’s
Den Luftballon mit Wasser füllen und verknoten. Je mehr Wasser, desto grösser die Kugel.
Über Nacht nach draussen legen.
Sobald das Wasser gefroren ist, den Ballon aufschneiden und entfernen.
Falls der Kern noch flüssig ist, das Wasser ausgiessen.
Ein Loch in die Eiskugel machen (z. B. oben oder unten).
Ein LED-Licht hineinstellen oder die Kugel darüber stülpen.
→ Im Dunkeln beginnt die Kugel von innen zu leuchten – besonders schön in der Dämmerung oder im Schnee.
Tipps für besonders schöne Eislichter
Abgekochtes Wasser macht das Eis klarer.
Gugelhupf-Formen eignen sich perfekt, weil sie bereits ein Loch für die Kerze haben.
Mit Lebensmittelfarbe kannst du farbige Eislaternen gestalten.
Auf frischem Schnee wirken die Lichter besonders hell und weich.
Kerzen oder LED?
Wenn Teelichter in der Kälte nur in der Mitte abbrennen, liegt das daran, dass das Wachs an den Rändern zu schnell auskühlt. Das verkürzt die Brenndauer deutlich. Für gleichmässiges Licht im Freien sind LED-Teelichter oft die bessere Wahl.
Kleine Eislichter mit grosser Wirkung
Eislaternen faszinieren jedes Mal aufs Neue. Keine sieht aus wie die andere – jede ist ein kleines Unikat. Das weiche Licht im Eis bringt Wärme in die kalte Jahreszeit und macht selbst einen einfachen Winterabend draussen besonders.
Und vielleicht ist genau das ihr Zauber: Aus etwas so Einfachem wie Wasser und Kälte entsteht etwas, das leuchtet.
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