Brot backen klingt oft komplizierter, als es ist.
Man denkt an Sauerteig, komplizierte Techniken und viel Erfahrung. Dabei braucht ein gutes Brot vor allem Mehl, Hefe, Wasser, etwas Geduld – und die richtige Hitze.
Wir haben alle drei Rezepte in unserer *Cosori Dual Blaze TwinFry Heissluftfritteuse getestet. Die Zeit-, Temperatur- und Funktionsangaben beziehen sich auf dieses Modell. Je nach Airfryer können Leistung, Luftzirkulation und Grösse etwas variieren.
Wir haben drei ganz unterschiedliche Varianten ausprobiert:
ein No-Knead-Bread ohne Kneten, kleine Zopfbrötchen und ein rustikales Wurzelbrot. Alle haben funktioniert – und zwar richtig gut.
Wenn du also noch nie Brot gebacken hast: Das hier ist dein Einstieg. Und falls du keinen Airfryer hast, findest du bei jedem Rezept auch die Backofen-Variante.
1. No-Knead-Bread (Brot ohne Kneten)
Dieses Brot ist perfekt, wenn du noch nie gebacken hast.
Du musst nichts kneten. Nur mischen – und warten.
Zutaten
- 330 g Mehl (geeignet sind: Weissmehl Typ 405/480, Ruchmehl, Dinkelmehl hell oder eine Mischung daraus)
- 7.5 g Salz
- 1.5 g Trockenhefe
- 300 ml lauwarmes Wasser
→ Hinweis zum Mehl:
Mit Weissmehl wird das Brot luftiger und heller. Mit Ruchmehl erhältst du mehr Geschmack und eine etwas kräftigere Krume. Eine Mischung aus 50:50 ist ebenfalls ideal.
Schritt 1: Teig mischen
- Mehl, Salz und Hefe in eine grosse Schüssel geben und kurz mischen.
- Wasser dazugeben und mit einem Löffel verrühren, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist.
- Der Teig ist weich und klebrig – das ist richtig so.
Schritt 2: Ruhen lassen
- Schüssel mit einem feuchten Küchentuch abdecken.
- 12–18 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.
- Am nächsten Tag hat sich der Teig sichtbar verändert. Er ist aufgegangen und voller kleiner Luftblasen.
→ Das ist kein schöner Teig – aber ein guter.
Schritt 4: Backen im Airfryer
- Backpapier auf die Arbeitsfläche legen und leicht bemehlen.
- Teig vorsichtig daraufgeben.
- Nun mit einer Teigkarte oder den Händen den Rand immer wieder nach innen falten. Rundherum 5–8 Mal. So bekommt der Teig Spannung und bleibt später in Form.
- Zu einem runden Laib zusammenschieben.
Backen im Airfryer
- Brot samt Backpapier in eine hitzebeständige Form legen. Überschüssiges Papier abschneiden.
- Links und rechts vom Brot je ein kleines ofenfestes Schälchen mit 2 Eiswürfeln dazustellen. Die Eiswürfel schmelzen beim Aufheizen und erzeugen Dampf. Dieser Dampf sorgt dafür, dass das Brot schön aufgeht und eine knusprige Kruste bekommt.
- 30 Minuten bei 170 °C backen, Funktion: «Bake»
- Schälchen entfernen.
- Temperatur auf 150 °C reduzieren.
- Weitere 20 Minuten backen.
Schritt 5: Klopftest und auskühlen lassen
- Brot aus der Form nehmen und unten anklopfen.
- Klingt es hohl, ist es fertig.
Klingt es dumpf, nochmals 5 Minuten backen. - Danach mindestens 1 Stunde auf einem Gitter auskühlen lassen (nicht zu früh anschneiden.)






Backofen-Variante
- Backofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Allenfalls auch Gefäss (z.B. Gusseisentopf oder Glasschüssel) vorheizen.
- Brot hineingeben.
- Insgesamt 45 Minuten backen.
- Für Dampf allenfalls eine kleine Schale Wasser auf den Ofenboden stellen und nach 30 Minuten entfernen.
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Unsere Cosori TwinFry war heute der stille Helfer im Hintergrund (Affiliate-Link).
Falls du nachlesen möchtest, welches Modell das ist, →hier entlang.
Vielleicht wird sie ja bald auch bei dir zur Brot-Back-Station?
2. Milchbrötchen – im Prinzip ein kleiner Schweizer Zopf
Dieser Teig ist im Grunde ein klassischer Schweizer Zopfteig.
Statt einen grossen Zopf zu flechten, machen wir kleine Brötchen. Der Geschmack ist typisch: weich, leicht süsslich, fein elastisch.
Zutaten
- 250 g Mehl (ideal: Zopfmehl. Alternativ Weissmehl Typ 405/480 oder 80 % Weissmehl + 20 % Dinkelmehl hell)
- 2 TL Zucker
- ½ TL Salz
- 10 g frische Hefe
- 30 g Butter
- 150 ml Milch
Schritt 1: Teig vorbereiten
- Butter mit etwa der Hälfte der Milch in einem kleinen Topf vorsichtig erwärmen.
- Zucker und Salz einrühren.
- Vom Herd ziehen und die restliche Milch dazugeben. Die Mischung darf nur lauwarm sein. Wenn sie sich angenehm warm anfühlt, passt es.
- Hefe hineinbröckeln und gut verrühren.
- Flüssigkeit zum Mehl geben und 8–10 Minuten mit der Maschine kneten. Von Hand etwas länger; der Teig soll glatt und elastisch sein.
Schritt 2: Gehen lassen
- Mit einem feuchten Tuch abdecken.
- 90 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
- Der Teig sollte sich ungefähr verdoppeln.
Schritt 3: Brötchen formen
- Teig in 8 gleich grosse Stücke teilen.
- Jedes Stück mehrmals von aussen nach innen einschlagen.
- Umdrehen und mit leichtem Druck kreisend rund formen («rundwirken»). Dieser Schritt sorgt dafür, dass die Oberfläche Spannung bekommt.
- Mit verquirltem Ei oder Milch bestreichen.
- Mit etwas Abstand auf die Röstplatte legen.
- Nochmals 15 Minuten ruhen lassen.
Schritt 4: Backen im Airfryer
- 160 °C, Funktion «Bake»
- 10–12 Minuten backen
- Nach 10 Minuten kurz kontrollieren
→ Die Brötchen sollen goldbraun sein – wie ein frisch gebackener Zopf.
Backofen-Variante
- 180 °C Ober-/Unterhitze
- ca. 15 Minuten backen




3. Rustikales Wurzelbrot
Dieses Brot sieht besonders aus – ist aber einfach.
Zutaten
- 300 g Mehl (geeignet sind: Weissmehl Typ 405/480, Ruchmehl oder eine Mischung aus beidem)
- 1 TL Salz
- 10 g frische Hefe
- 200 ml lauwarmes Wasser
Schritt 1: Teig herstellen
- Hefe im Wasser auflösen.
- Mit Mehl und Salz mischen.
- 5–10 Minuten mit der Maschine kneten. Von Hand etwas länger.
- 90 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.
Schritt 2: Formen
- Teig auf bemehltes Backpapier geben.
- Zu einem länglichen Strang ziehen.
- Mehrmals leicht verdrehen.
- Mit Mehl bestäuben. Als Variante könnten auch Körner oder Samen verwendet werden.
- Überschüssiges Backpapier abschneiden.
- Brot 15 Minuten ruhen lassen.





Schritt 3: Backen im Airfryer
- Zwei kleine ofenfeste Schälchen mit je 2 Eiswürfeln dazustellen.
- 20 Minuten bei 180 °C, Funktion «Bake».
- Schälchen entfernen.
- Temperatur auf 150 °C reduzieren.
- Weitere 15 Minuten backen.
- Klopftest nicht vergessen.
Backofen-Variante
- 240 °C vorheizen.
- Brot einschieben.
- ca. 25 Minuten backen.
Einfach anfangen – der Rest kommt von selbst
Wir waren ehrlich gesagt selbst überrascht, wie gut das funktioniert hat: Drei völlig unterschiedliche Brote,
drei verschiedene Teige und alle sind gelungen.
Brot backen ist kein Projekt für Profis. Es ist eher eine Frage von: «Traue ich mich, es einfach mal auszuprobieren?» Mit diesen Rezepten hast du eine solide Grundlage. Du weisst jetzt:
- wie ein einfacher Teig funktioniert
- wie wichtig Ruhezeit ist
- warum Dampf für die Kruste hilft
- und woran du erkennst, dass dein Brot wirklich durchgebacken ist
Mehr brauchst du für den Anfang nicht. Und wenn das erste Brot nicht perfekt wird? Dann backst du halt noch eines. Mehl, Hefe und Wasser verzeihen viel – und Übung macht hier wirklich den Unterschied.
Probier eines der drei Rezepte aus und schreib uns gerne, wie es dir gelungen ist.
Wir sind gespannt, welches dein Favorit wird.
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