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Zu viele Äpfel? So lagerst und verarbeitest du sie richtig

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Zu viele Äpfel? Das passiert schnell: eine Kiste aus dem Garten, günstig auf dem Markt bekommen oder beim Einkaufen etwas grosszügig gewesen. Bevor die ersten schrumpelig werden, lohnt es sich zu überlegen: Welche essen wir frisch, welche lagern wir – und was verarbeiten wir gleich weiter?

Wir zeigen dir, wie Äpfel länger frisch bleiben, wie wir sie einfrieren und machen daraus zwei einfache Vorräte: Apfelmus und Fruchtleder.

Äpfel richtig lagern

Äpfel geben Ethylen ab. Dieses Reifegas sorgt dafür, dass anderes Obst und Gemüse in ihrer Nähe schneller reift. Darum lagern wir grössere Mengen Äpfel möglichst separat.

  • Obstschale: Bei Raumtemperatur halten Äpfel ungefähr 1–2 Wochen. Für die Äpfel, die wir sowieso bald essen, reicht das völlig.
  • Kühlschrank: Im Gemüsefach bleiben Äpfel deutlich länger frisch – ungefähr 4–6 Wochen, je nach Sorte und Zustand. Am besten:
    • nur unbeschädigte Äpfel einlagern
    • Druckstellen vermeiden
    • faulende Äpfel sofort aussortieren
    • möglichst nicht zusammen mit anderem Obst und Gemüse lagern
  • Keller: Für grössere Mengen eignet sich ein kühler, dunkler Keller besonders gut. Ideal sind ungefähr 2–6 °C, Frostfreiheit und eine eher hohe Luftfeuchtigkeit. So trocknen die Äpfel weniger schnell aus und werden nicht so rasch schrumpelig. Auch ein kühler Gartenschuppen oder Dachboden kann funktionieren – sofern es dort nicht friert oder zu warm wird.
Äpfel einfrieren: 

Äpfel, die wir später für Apfelmus, Smoothies oder zum Backen verwenden möchten, frieren wir direkt ein.

So geht’s

    • Äpfel waschen und in Spalten oder Stücke schneiden.
    • Auf einem Blech oder in einem flachen Behälter verteilen.
    • Ungefähr 2 Stunden vorfrieren.
    • Danach in einen Gefrierbeutel oder eine Gefrierdose umfüllen.So frieren die Stücke nicht zu einem grossen Block zusammen.
    • Im Tiefkühler halten sie sich mehrere Monate.

Nach dem Auftauen werden die Stücke allerdings weich. Wenn wir schöne Apfelspalten brauchen, nehmen wir deshalb frische Äpfel. Für Apfelmus, Smoothies oder Kuchen, bei denen die Form keine Rolle spielt, sind die tiefgekühlten Stücke ideal.

Blitz-Apfelmus mit Schale

Wenn viele Äpfel gleichzeitig wegmüssen, machen wir daraus besonders gerne Apfelmus. Und weil wir keine Lust haben, erst minutenlang zu schälen und zu entkernen, machen wir unsere schnelle Variante möglichst unkompliziert.

Zutaten
    • 1 kg Äpfel
    • 100 ml Wasser
    • 2 EL Zitronensaft
    • optional 3–5 EL Zucker
    • optional ½ TL Zimt
Zubereitung
    • Äpfel gründlich waschen, Stiel entfernen und achteln.
    • Zusammen mit Wasser und Zitronensaft in einen Topf geben.
    • Zugedeckt ungefähr 15 Minuten weich kochen.
    • Nach Wunsch Zucker dazugeben.
    • Im Blender oder mit dem Pürierstab fein pürieren. Wir lassen die Schale dran und schneiden auch das Kerngehäuse nicht extra heraus. So verwenden wir fast den ganzen Apfel und sparen uns zwei Arbeitsschritte.
    • Zimt lassen wir meistens noch weg. Den können wir später immer noch dazugeben – je nachdem, wofür wir das Apfelmus verwenden.

Je nach Apfelsorte und Mixer können kleine Stückchen vom Kerngehäuse sichtbar bleiben. Uns stört das nicht. Wenn du ein besonders feines Apfelmus möchtest, kannst du das Kerngehäuse vorher entfernen. Wenn du Apfelkerne grundsätzlich nicht mitpürieren möchtest, nimmst du sie ebenfalls einfach vorher raus.

Apfelmus abfüllen und aufbewahren

Wenn das Apfelmus nach dem Pürieren nicht mehr richtig heiss ist, kochen wir es nochmals kurz auf.

    • Saubere Gläser ins kochend heisses Wasser geben, gut abtrocknen und direkt mit heissem Apfelmus füllen. 
    • Sofort verschliessen und auskühlen lassen.
    • Kühl und trocken lagern.

Wenn du es über längere Zeit ungekühlt aufbewahren möchtest und bei der Haltbarkeit auf Nummer sicher gehen willst, kannst du die gefüllten Gläser zusätzlich nach einer geeigneten Einkochmethode einkochen. Alternativ lässt sich das Apfelmus problemlos im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren. Bei uns kommt es in den Keller – und wird meistens sowieso schneller gegessen, als geplant.

Fruchtleder aus Apfelmus

Wenn das Apfelmus schon fertig ist, wäre es fast schade, daraus nicht gleich noch etwas anderes zu machen. Für Fruchtleder brauchen wir nämlich genau das: gekochte, fein pürierte Früchte. Also nehmen wir einfach einen Teil unseres Apfelmuses und trocknen ihn.

Zutaten
    • Apfelmus
    • optional Zimt
    • optional Zucker oder ein anderer Süssstoff
Zubereitung
    • Backblech mit Backpapier belegen.
    • Apfelmus ungefähr 3 mm dick und möglichst gleichmässig darauf verstreichen. Am besten, die Masse möglichst rechteckig auftragen. So kannst du später schöne Streifen daraus schneiden. 
    • Nach Wunsch Zimt oder zusätzliche Süsse dazugeben.
    • Bei 60 °C im Backofen trocknen.

Bei unserem Fruchtleder sieht man kleine Stückchen von Schale und Kerngehäuse. Wenn du es gleichmässiger und heller möchtest, kannst du das Apfelmus vorher ohne Kerngehäuse und allenfalls auch ohne Schale zubereiten.

hinten: Schale und Kerngehäuse, vorne: mit beidem
Wie lange muss Fruchtleder trocknen?
    • Wir rechnen mit ungefähr 5 Stunden.
    • Damit die Feuchtigkeit entweichen kann, lassen wir die Backofentür einen kleinen Spalt offen und klemmen dafür eine Holzkelle dazwischen. Falls dein Ofen laut Bedienungsanleitung nicht mit leicht geöffneter Tür betrieben werden soll, lässt du das weg.
    • Alternativ funktioniert Fruchtleder auch im Dörrautomaten oder – je nach Gerät – im Airfryer.

Ob es fertig ist, merkst du am besten mit den Fingern:

    • Die Oberfläche darf nicht mehr feucht kleben.
    • Das Fruchtleder sollte sich vom Backpapier lösen lassen.
    • Ist die Unterseite noch etwas klebrig, nochmals wenden und etwa 30 Minuten weiter trocknen.
Fruchtleder schneiden und lagern
    • Das fertige Fruchtleder schneiden wir mit der Küchenschere in Bahnen und rollen diese auf. Ein Pizzaschneider oder Küchenmesser funktioniert natürlich ebenfalls.
    • Danach kommt das Fruchtleder in eine luftdicht verschliessbare Dose

Gut durchgetrocknet hält es sich mehrere Wochen. Wenn es noch eher weich oder feucht ist, bewahren wir es lieber im Kühlschrank auf.

So werden Apfelstücke weniger schnell braun

Zitronensaft ist der Klassiker gegen braune Apfelstücke. Es geht aber auch mit Salzwasser:

½ TL Salz auf 1 Liter Wasser

Die Apfelspalten einige Minuten hineinlegen, danach kurz abspülen und abtropfen lassen. So werden sie deutlich langsamer braun. Das ist besonders praktisch, wenn du Apfelstücke morgens vorbereitest und später in einer Znüni- oder Brotdose mitnehmen möchtest.

Noch mehr Ideen mit Äpfeln

Wenn du nach dem Lagern, Einfrieren, Apfelmus und Fruchtleder immer noch Äpfel übrig hast: Auf unserem Blog findest du bereits viele weitere Rezepte mit Äpfeln. Vielleicht ist ja genau das Richtige für deine nächste Ladung Äpfel dabei.

Und jetzt sind wir neugierig: Wie lagerst du Äpfel – und was machst du am liebsten daraus?

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