Gekaufte Müsliriegel sind praktisch für unterwegs. Aber entweder steckt ziemlich viel Zucker drin – oder sie kosten erstaunlich viel. Wir machen sie deshalb selber und testen gleich drei Varianten: einen weichen No-Bake-Riegel, dieselbe Mischung knusprig gebacken und einen ganz simplen Riegel aus nur Banane und Haferflocken. Für keinen davon brauchst du einen Mixer oder eine Küchenmaschine.
Im Video zeigen wir dir alle drei Varianten Schritt für Schritt – inklusive Geschmackstest und Kostenvergleich.
Das Praktische an diesem Rezept: Du kannst aus genau derselben Masse zwei komplett unterschiedliche Müsliriegel machen. Entweder lässt du sie im Kühlschrank fest werden oder du bäckst sie.
Das brauchst du
Für ca. 6–8 Riegel:
50 g Datteln, entsteint
100 g feine Haferflocken
10 g Kürbiskerne
10 g Sonnenblumenkerne
20 g Mandeln
10 g geschrotete Leinsamen
30 g Honig
50 g Erdnussmus mit Salz
etwas Wasser
Statt Honig kannst du auch Ahornsirup oder Agavendicksaft verwenden. Und bei den Nüssen und Kernen nimmst du einfach, was du magst oder gerade zuhause hast.
So gehts
Kürbiskerne halbieren, Mandeln grob hacken und zusammen mit Haferflocken und Sonnenblumenkernen in eine Schüssel geben.
Die Leinsamen mit etwas Wasser bedecken und kurz quellen lassen. Datteln klein schneiden und ebenfalls dazugeben.
Zum Schluss Honig, Erdnussmus und die gequollenen Leinsamen untermischen.
Die Masse in eine mit Backpapier ausgelegte Form geben und sehr fest andrücken. Sonst fallen dir die Riegel später auseinander.
> Und jetzt hast du zwei Möglichkeiten:
Variante 1: No-Bake-Müsliriegel
Die Masse für mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, in den Kühlschrank stellen.
Danach aus der Form nehmen und in 6 bis 8 Riegel schneiden.
Die No-Bake-Variante bleibt weich, etwas feucht und schmeckt durch die Datteln schön fruchtig. Uns schmeckt sie direkt aus dem Kühlschrank am besten.
Im Kühlschrank, luftdicht verpackt, halten sie sich ungefähr eine Woche.
> Tipp: Wenn du die Riegel mitnehmen möchtest, pack sie am besten in eine Dose. Sie sind deutlich weicher als die gebackenen Varianten und werden im Rucksack schnell zusammengedrückt.
Sind die Riegel gut gekühlt beziehungsweise vollständig ausgekühlt, kannst du sie mit einem grossen, scharfen Messer zuschneiden. Wir begradigen zuerst die Ränder und schneiden die Platte danach in 6 bis 8 Riegel.
Die abgeschnittenen Randstücke landen natürlich nicht im Abfall – die sind perfekt zum Probieren oder als kleiner Snack zwischendurch. Und wenn du lieber kleinere Portionen magst, schneidest du die Riegel einfach nochmals in Stücke.
Mehr braucht es für die Basis nicht. Wenn du möchtest, kannst du zusätzlich noch etwas Zimt, Vanille oder gehackte Nüsse dazugeben.
Zum Beispiel:
½ TL Zimt oder etwas Vanille
15 g Cashewkerne oder andere Nüsse
Nüsse oder Kerne als Topping
So gehts
Banane mit einer Gabel zerdrücken und die Haferflocken untermischen.
Die Masse auf Backpapier geben, möglichst gleichmässig zu einem Rechteck formen und gut zusammendrücken.
Optional kannst du jetzt noch ein paar Nüsse oder Kerne darübergeben und leicht hineindrücken.
Im Airfryer: BAKE | 160 Grad | ca. 30 Minuten
Im Backofen: 180 Grad | ca. 35 Minuten
Danach vollständig auskühlen lassen und in Riegel schneiden.
Geschmacklich ist diese Variante natürlich schlicht: Banane und Haferflocken eben. Dafür werden die Riegel schön fest.
> Wenn wir einen Snack für eine längere Wanderung oder Reise suchen, würden wir genau diese einpacken. Die überstehen auch den Platz ganz unten im Rucksack.
Der einfache Riegel aus Banane und Haferflocken kostet uns inklusive Strom maximal rund 20 Rappen bzw. 15 Cent pro Stück.
Beim Riegel mit Datteln, Nüssen und Kernen sind es ungefähr 60 Rappen bzw. 50 Cent pro Stück. Gerade bei etwas hochwertigeren gekauften Müsliriegeln ist der Unterschied schnell ziemlich gross:
Ganz klar: Riegel 1 in der gebackenen Variante. Schön knusprig, nussig und auch unterwegs praktisch. Den No-Bake-Riegel mögen wir am liebsten frisch aus dem Kühlschrank. Und für eine längere Wanderung würden wir Riegel 2 einpacken – der ist schön fest und hält auch etwas mehr aus.
Und nun bist du dran: Welcher ist dein Favorit – 1, 2 oder 3? Schreib es uns gerne in die Kommentare.
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